Wo bleibt der Hausverstand

Kärnten muss einen Konsolidierungskurs fahren, um dem massiven Schuldenaufbau der vergangenen Jahre entgegenzuwirken – unangenehm, aber “alternativlos”. Dass unter diesem Deckmantel aber genau jene bestraft werden, die Risiko übernehmen und für Arbeit und Wohlstand sorgen, also die Unternehmer, ist nicht einzusehen: 2011 werden die Mittel für die Wirtschaftsförderung massiv gekürzt, statt 50 stehen nur mehr 25 Millionen Euro zur Verfügung, um wichtige Investitionen anzukurbeln, teilweise mit nur noch minimalen Förderhöhen – und das in einer Phase, in der das zarte Pflänzlein Wachstum dringend Unterstützung braucht. Jeder muss seinen Teil beitragen, könnte man argumentieren. Aber gleichzeitig wie die Fürsten Teuerungs-200er oder Jugend-900er auszuzahlen, lässt schon am Hausverstand der handelnden Personen zweifeln. Eine gewisse Leseschwäche wird uns ja nicht nur durch PISA, sondern sogar direkt von wichtigen Landesräten bestätigt. Vielleicht hilft da ein Gespräch mit den gut ausgebildeten Wirtschaftlern von unserer Alpen-Adria-Universität, um die richtigen Grundsatzentscheidungen zu treffen: Dass es nicht immer nur um Stimmenfang und Wahlkampf geht, sondern – so hoffe ich zumindest – um die richtige Weiterentwicklung des Landes. Und eine starke Wirtschaft mit mutigen Unternehmern ist dabei einfach unabdingbar. Also bitte ich um einen Besuch bei Billa: Hausverstand – und darf´s ein bisserl mehr sein?

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2 Antworten zu „Wo bleibt der Hausverstand“


  1. 1 Georg Holzer 19. Januar 2011 um 11:27

    Mich stört das Wort “alternativlos”. Es ist ein Paradoxon. Für alles gibt es Alternativen.


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