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Öffentliche Hand: Bitte zahlen!

Zahlungsfristen
Die aktuelle KSV1890 Trendstudie zum Thema Zahlungsverhalten zeigt einmal mehr auf wie die öffentliche Hand die Betriebe im Land unterstützen könnte. Indem sie einfach schneller ihre Rechnungen begleicht. Während die Unternehmen ihre Rechnungen im Schnitt zwei Tage früher bezahlen würden als im Vorjahr, lässt sich die öffentliche Hand lieber einen Tag mehr Zeit. Es ist aus meiner Sicht völlig inakzeptabel, dass Firmen, die  sich in oft schwierigen finanziellen Situationen befinden, mehr Mühe geben pünktlich zu zahlen, während die öffentliche Hand, der Liquiditätsprobleme völlig unbekannt sind, immer länger braucht, um erbrachte Leistungen ordentlich zu honorieren.
Heimische Unternehmenbegleichen ihre Rechnungen im Schnitt nach 32 Tagen, die öffentliche Hand lässt sich 38 Tage Zeit. Vielleicht könnten wir ja die Einkommenssteuervorauszahlung und die Begleichung der USt ja auch um 38 Tage hinausschieben?

 Es wäre schön, wenn die Landesregierung und die Gemeinden sich ihrer Bedeutung, aber auch ihrer Verantwortung als Auftraggeber der heimischen Wirtschaft verstärkt bewusst werden würden . Gerade in einer Phase mit Liquiditätsengpässen würde das Geld eine Woche früher am Konto viel ausmachen!

Die Studie im vollen Wortlaut gibt es unter:

Nur die Wirtschaft schafft Arbeit

Gerhard Dörfler hat sich bei seinen peinlichen Auftritten auf Society-Events in letzter Zeit regelmäßig mit der Kamera einfangen lassen. Seine jüngste Doppel-Conference mit HC Strache ist nicht einmal von Farkas und Waldbrunn zu überbieten: Ein angeblich „bürgerlicher“ Landeshauptmann outet sich als Sozialist und erzählt Wiener Geschichten – nicht gerade ein Aushängeschild für unser Bundesland.

 Besonders spannend war aber die bezahlte doppelseitige Anzeige in der aktuellen Ausgabe der Kärntner Regionalmedien. In einem Rundumschlag spricht Dörfler den Kärntner Sozialpartnern sämtliche Kompetenzen ab und lässt sich über das Hobby des WK-Präsidenten Franz Pacher aus. Kein Statement zum Maßnahmenkatalog der Sozialpartner, null inhaltliche Aussagen – nur stillose An- und Untergriffe, ahnungslose Vorurteile gegenüber Interessenvertretern, haltlose Anschuldigungen gegen Kritiker.

 Gerhard Dörfler zieht die unterste Schublade, um die einzige Persönlichkeit, die sich nachhaltig gegen die Erhöhung der Parteienförderung quer legt, zu diffamieren. Da geht es nicht mehr um die Sache, sondern um persönliche Befindlichkeiten. Und das von jemandem, der seine Position wahrlich nur geerbt hat.

 Endgültig befremdlich wirken dann aber Dörflers Ausführungen, wie die Politik Arbeit schafft: Eine Anmaßung, die durch stete Wiederholung in politischen Sonntagsreden nicht wahrer wird. Herrn Dörfler ins Stammbuch: Arbeitsplätze schaffen ausschließlich die Unternehmerinnen und Unternehmer – Politiker können sie dabei bestenfalls unterstützen. Oder wie im Moment in Kärnten eher behindern, wenn wir an dreiste Freunderlwirtschaft und allerlei dubiose Machenschaften denken.

 Unternehmer gehen persönliche Risiken ein, um für ihre Mitarbeiter sichere Arbeitsplätze bereitzustellen. Das Land schafft es höchstens, den  Unternehmern mit unüberlegten Ausschreibungskriterien, schlechter Zahlungsmoral und überbordender Bürokratie das Bestehen im Wettbewerb noch schwerer zu machen. Der einzige Ort, an dem die Politik Arbeitsplätze schafft, ist die öffentliche Verwaltung. Diese unproduktiven Arbeitsplätze müssen aber wir alle zahlen – keine große Leistung mit dem Geld anderer Leute.

Lohnnebenkosten – Österreich ist SPITZE!

Laut einer aktuellen OECD-Studie fressen die Sozial- und Steuerabgaben 48,8 % der Arbeitskosten. Und die Quote der Abgaben steigt seit nunmehr 4 Jahren kontinuierlich an. Von 100 €, die der Arbeitgeber aufwenden muss kommen nur 51,2 € netto beim Arbeitnehmer an. Damit liegt Österreich innerhalb der OECD am 5. Platz – einsame Spitze, allerdings leider im negativen Sinn.

Dieses Ergebnis tut gerade in der heutigen Zeit massiv weh. Während dutzende Expertengruppen darüber beraten, was man gegen die steigende Arbeitslosigkeit tun kann, kommt immer weniger cash auch tatsächlich beim Konsumenten an. Und was noch schwerer wiegt: Nachdem die Wünsche und Ansprüche der Arbeitnehmer – voll nachvollziehbar – nicht zurückgehen muss der Unternehmer immer mehr Kosten auf sich nehmen um seinen Mitarbeitern einen angemessenen Lohn auszahlen zu können. Damit sinkt aber auch – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – die Motivation dies auch zu tun. Je höher die potentiellen Kosten, desto höher das Risiko.

Das Risiko, ja, das vergessen wir zu gerne trägt der Unternehmer. Denn nur Unternehmer schaffen Arbeitsplätze – keine Parteien, keine Politiker und auch keine Gewerkschaften, die im Moment lautstark fordern und mäkeln.

Leisten wir doch einen Beitrag des Systems dazu, dass der Unternehmer sich leichter tut Arbeitnehmer einzustellen. Vor allem die vielen kleinen Ein-Personen-Unternehmen hätten ein riesiges Potential und würden viele sichere Arbeitsplätze bieten. So könnten die Lohnnebenkosten für den 1. Mitarbeiter im 1. Jahr erlassen werden. Oder führen wir endlich die Arbeitsplatzprämie auf 3 Jahre ein, damit das Unternehmen unterstützt wird Familien ein Einkommen zu sichern.

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